Chirurgische Kieferorthopädie kann zur Anwendung kommen, um Erwachsene mit unsachgemäßem Beißverhalten oder ästhetischen Problemen zu behandeln.
Typischerweise stoppt das Kieferwachstum im Alter von 16 Jahren bei Frauen und 18 Jahren bei Männern. Wenn Patienten mit Malokklusion (abnormale Kontaktverhältnisse zwischen den Zähnen des Ober-‐ und Unterkiefers) vor der Pubertät einen Kieferorthopäden aufsuchen, können sie in der Regel ohne Chirurgie nur mit Kieferorthopädie behandelt werden.
Ist der Kieferknochen gefestigt und suchen Patienten nach der Pubertät einen Kieferorthopäden auf, wird eine orthognathische Behandlung erforderlich: der chirurgische Eingriff. Hierbei wird der Kiefer in die richtige Position gebracht, was einerseits zu einer deutlichen Verbesserung der Ästhetik führt. Andererseits kommt es zu einer idealeren Kaufunktion, infolgedessen sich der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten verbessert.